Liebe Kivo Freunde,

Griechenland ist zur Zeit in aller Munde.

Auch im Tierheim sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise schon zu spüren. Allein in der letzten Woche haben englische und deutsche Rückwanderer 8 Hunde zu Costoula ins Heim gebracht.

Acht Hunde, die nicht wissen wie ihnen geschieht, die sich im Heim nicht wohl fühlen, die Angst vor den vielen unbekannten Hunden haben. Hunde, die Frauchen und Herrchen extrem vermissen. Die abgeschobenen Hunde weinen tagelang, verkriechen sich unter den Wassertanks und kommen mit der neuen Situation kaum zurecht.

Das hat nichts mehr mit Tierliebe zu tun.

Die Engländer haben Probleme mit den Quarantäne Bestimmungen, aber auf der Insel gibt es viele tierliebe Engländer, die sich bestimmt der Hunde annehmen würden. Man muss sich nur darum bemühen.

Nach Deutschland wäre es leicht möglich die Tiere mit ausreisen zu lassen, denn ab März fliegen die Charterlinien wieder.

Eine rechtzeitige Tollwutimpfung und ein Europäischer Impfpass, von jedem griechischen Tierarzt ausgestellt, machen die Ausreise problemlos möglich.

Der bequemere Weg ist natürlich der ins Tierheim. Wir sind über diese Entwicklung maßlos traurig.

Wir haben auch noch eine gute Tierheimnachricht. Der Umbau im Freilauf ist fast fertig, so dass die Hunde viel mehr Bewegungsraum haben. Sie können richtig laufen, sich bewegen, recken und strecken.
Lt. Costoula ist das für die Hunde Lebensfreude pur.


Das Tierheim hat vermutlich in den letzten vier Jahren noch niemals so dringend unsere Unterstützung benötigt wie jetzt.

In diesem Sinne ganz liebe Grüße von den Kivos

März 2010


Liebe Kivo Freunde,

ab sofort sind wir auch im www.spendenportal.de vertreten.


Mit Hilfe dieser Organisation kann jeder der Kivo Kreta etwas Gutes tun möchte, Sachspenden kostenlos und ohne viel Mühe zu Gunsten des Tierheimes versteigern lassen.

Siehe Rubrik : HINWEISE für Spender. SozialBay.

Ein wenig Zuneigung, ein paar Streicheleinheiten.. der Himmel auf Erden.

Im Heim dürfen rund 200 Hunde in Frieden leben. Viele davon sind alt und krank und nicht mehr vermittelbar. Sie warten auf Paten, die helfen, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

Die Meisten sind ein bis drei Jahre alt und warten sehnsüchtig auf die Chance vermittelt zu werden.



Die Überlebenschance im Tierheim ist sehr gering. Die Griechen wissen das, Costoula berichtet darüber regelmäßig in der Zeitung. Spielt anscheinend keine Rolle.

Hauptsache weg. Dann haben andere die Verantwortung und das eigene Gewissen ist beruhigt. Knopfauge sei wachsam……mit einem Luftdruckgewehr angeschossen hat er jetzt im Heim pure Angst.

Nur der Welpe schaut vertrauensvoll in die Zukunft. Er weiß noch nichts von dem Elend hinter den Tierheimzäunen.




Quelle: Griechenlandzeitung
Feuilleton



Ein Hundeleben in Griechenland

„Ich bin beileibe kein Anhänger der Wiedergeburt. Der Gedanke als Ameise, Frosch oder Grille mein nächstes Leben zu fristen, hat mir nie gefallen. Ganz im Gegenteil. Doch seit ich gesehen habe, wie man hier zu Lande mit Hunden umgeht, ist Reinkarnation zu meinem Lieblingsalptraum aufgestiegen. (Vorher war mein Alptraum-Favorit eine Skiabfahrt: die Langkofelscharte im Grödental – irre steil, total vereist.)

Hunde sind in Griechenland ganz offensichtlich eine Ware.
Sie werden als billige Wachsysteme verwendet, als Auffinder von erlegtem Wild, niemals als Gefährte oder gar als bester Freund des Menschen. Rassehunde, die man als Welpe um teures Geld ersteht, gehen noch als Statussymbol durch. In einem Range Rover angereist, neben einem phillipinischen Kindermädchen macht sich ein blauäugiger Husky beim Skivergnügen am Parnass gut. Im Sommer fristet er dann sein Leben angekettet auf einem heißen Balkon in Athen.“ – So beginnt das Feuilleton von Karin delle Karth in dieser GZ-Ausgabe.


(Bitte auf die Bilder
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